Tradition und Moderne – Orientalische Feste in Köln

Ganz unabhängig davon, in welchem Kulturkreis geheiratet wird – eine Hochzeit ist immer ein sehr herausragendes Ereignis und mit entsprechend vielen Traditionen, Sitten und formellen Ritualen verbunden. Leider haben gerade die Deutschen eine Weile lang ihre Bräuche etwas vernachlässigt, so dass viele nicht mehr gepflegt werden. Dazu gehört etwa die Morgengabe: Wer weiß heute noch, dass früher am Tag nach der Hochzeit der Bräutigam seiner Braut ein wertvolles Geschenk wie teuren Schmuck oder gar Landgüter überreichte. Dies sollte in unsicheren Zeiten das Überleben der Frau sichern. Viele Bräuche werden glücklicherweise nach und nach auch wieder entdeckt – die Hochzeitskerze etwa. In anderen Kulturen sind jedoch die alten Sitten niemals vergessen worden, wovon ich mich überzeugen konnte, als ich etwa als Hochzeitsfotograf Köln besuchte.

Eingeladen hatten mich damals Ahmed und Mariam und mich erwartete eine marokkanisch-arabische Hochzeit, die nichts vermissen ließ. Zu den wichtigsten Bräuchen gehört etwa der Henna-Abend, der in unterschiedlichen Ausprägungen im gesamten Mittleren Osten und in Nordafrika veranstaltet wird. Dabei werden die Handflächen rot gefärbt und anschließend auf ein weißes Tuch gedrückt, was dem zukünftigen Brautpaar Fruchtbarkeit und Wohlstand garantieren soll. Rot gilt in diesem Zusammenhang ohnehin als eine sehr glücksbringende Farbe und besitzt bei einer arabischen oder persischen Hochzeit eine besondere Symbolkraft. Es steht für eine Vielzahl an positiven Eigenschaften wie langes Leben, Kinderreichtum und ewige Liebe. Eine ähnlich hohe Bedeutung bekommt lediglich das Weiß zugewiesen, dass die Reinheit der Liebe und des Brautpaars und die Gunst des Himmels bedeutet.

Wenn ein Hochzeitsfotograf Köln besucht, dann erwartet er nicht unbedingt eine solche Hülle und Fülle an atemberaubenden Vorführungen, wie ich sie mittlerweile schon mehr als ein Mal beobachten durfte. Mit einem Himmel versehene, reich geschmückte Sänften, exotische Tänze und süßer Tee aus goldenen Tassen – das alles ist nicht das erste, woran die meisten Menschen bei der Metropole im Ruhrgebiet denken dürften. Es zeigt eindrucksvoll die Möglichkeiten und die kulturelle Vielfältigkeit der Stadt, die sich auch in der Geschichte widerspiegelt. Römische Siedlung und Befestigung an der Grenze des Barbarenreiches, mittelalterliche Domstadt und wichtiger Standort des industriellen Aufschwungs – Köln bietet eine ebenso faszinierende wie einzigartige Geschichte, die sich heute in den unterschiedlichsten Locations wiederfindet. Besonders reizvoll wird dies natürlich noch, wenn sich dieser Hintergrund mit den Traditionen Arabiens mischt – eine ideale Kulisse für einmalige Feiern und für einen wunderschönen Hochzeitsfilm.

Ich habe damals als Hochzeitsfotograf Köln mehrere Tage besucht und in dieser Zeit sehr unterschiedliche Gelegenheiten nutzen dürfen. So fehlte auch nicht die religiöse Zeremonie, bei der sich das Brautpaar feierlich in Anwesenheit eines würdevollen Imam vor einer sorgfältig dekorierten Verlobungsdecke das Ja-Wort gab. Jeder darauf abgelegte Gegenstand besitzt ebenfalls hohe Symbolkraft und wird genau ausgewählt und in Abstimmung zu den anderen gebracht. Aber bei der gleichen arabischen Hochzeit nutzten wir den Botanischen Garten ebenso wie die Autobahn bei nächtlichem Mondschein für romantische Aufnahmen. Es sind dabei gerade die scheinbaren Gegensätzlichkeiten, die solchen Kontraste besondere Bedeutung verleihen – ebenso wie etwa die ernste Tradition einer arabischen Hochzeit und die ausgelassenen Feiern bis spät in die Nacht, die diese mit sich bringen oder eben wie der Hochzeitsfotograf, Köln und arabische Sänften an einem lauen Sommerabend.